From Poland with Love – Erfahrungen mit einer polnischen Pflegekraft

Eines Abends klingelte bei uns das Telefon und meine Mutter war dran. Ihre Stimme war von Verzweiflung durchdrungen. Stell Dir vor, ich kann jetzt nicht mehr laufen. Das war natürlich mehr als eine Information — es war ein Hilferuf, und ich packte kurzerhand meine Tasche und machte mich in der Nacht auf die Fahrt zu ihr.

Auf der Autobahn gingen mir alle möglichen Gedanken durch den Kopf. Eines war mir klar: Es musste nun etwas getan werden. Die Zeit der Gedankenspiele und Abwägungen war endgültig vorbei.

Meine Mutter und ich hatten bereits im Vorfeld verschiedene Möglichkeiten erörtert. Heim, oder Betreuung im eigenen Haus. Mir persönlich erschien die Betreuung im eigenen Haus als die mit Abstand bessere Alternative. Ich wollte meine Mutter nicht an ein Heim übergeben. Jedenfalls noch nicht zu einem Zeitpunkt, wo sie geistig noch auf einem so guten Niveau war. Aus der Erfahrung mit meiner Großmutter wusste ich, wie sehr einen das Heimumfeld verändert.

Eine Freundin meiner Mutter hatten bereits eine polnische Pflegekraft im Haus, und war damit sichtlich zufrieden. Ihr Mann war vor einigen Jahren verstorben, und ein Schlaganfall hat sie an den Rollstuhl gefesselt. Insofern schätzte sie auch die Gesellschaft von einer weiteren Person im Haus. Vermittelt war die Pflegekraft vom Unternehmen Seniocare.

Eine erste Recherche auf der Seniocare-Homepage vermittelte mir einen ersten Eindruck vom Ablauf und dem Leistungsangebot. Gut fand ich in dem Zusammenhang, dass Seniocare sehr genau auf Fragen eingeht und viele Fragen ausführlich auf seiner Website beantwortet.

In Pflegeangelegenheiten war ich es gewohnt, ständig zwischen verschiedenen Stellen hin- und herzutelefonieren – Versicherung, Sozialstation, Beihilfe – um meine Fragen zu klären. Dass man bei Seniocare sehr kompetent auf die Fragen einging, empfand ich als sehr positiv. Insgesamt ist man bei Seniocare sehr transparent, was sich durch meine ganze Erfahrung zieht.

Aufgrund des schlechten Gesundheitszustandes meiner Mutter war der Druck natürlich groß, möglichst schnell Hilfe zu organisieren. Ich hatte zudem noch eine Geschäftsreise geplant und hatte daher wenig Zeit, mich um alles zu kümmern. Es hat aber alles reibungslos geklappt.

In einem Telefonat mit Seniocare habe ich meine offenen Fragen geklärt, und wir haben uns dann entschieden, über den Anbieter eine Pflegekraft zu bestellen. Der Ablauf war relativ unkompliziert. Ein paar Formulare mussten ausgefüllt werden und es war eine Anmeldegebühr zu bezahlen.

Schon nach kurzer Zeit kam Seniocare mit mehreren Kandidatenprofilen auf uns zurück. Als Kunde hat man also die Möglichkeit, die Hilfskraft selbst aus einem Pool an passenden Profilen auszuwählen. In den Profilen findet man allgemeine Angaben zur Person wie Alter, Pflege-Erfahrung und natürlich das Deutschniveau.

Das Deutschniveau bestimmt bei Seniocare den Preis. Je besser eine Pflegekraft Deutsch spricht, umso mehr muss man bezahlen. Wir haben uns für den Anfang für eine Pflegekraft mit geringen Deutschkenntnissen entschieden. Zum einen war das etwas günstiger. Zum anderen hatte ich die Hoffnung, dass sich meine Mutter als ehemalige Sprachlehrerin mit der Situation zurechtfinden würde und eine ausreichende Kommunikation möglich wäre.

Im Folgenden ging alles recht schnell. Schon zwei Wochen später reiste unsere Pflegekraft mit dem Fernbus an. Natürlich war ich gespannt, wie sich alles entwickeln würde. Auf jeden Fall war ich ab diesem Zeitpunkt schon sehr erleichtert, denn ab sofort war meine Mutter nicht mehr allein im Haus und ich musste mir keine Sorgen mehr machen.

Der Empfang unserer Pflegekraft war herzlich und das Eis war schnell gebrochen. Wir zeigten der Dame ihr neues Zuhause und luden sie zum Essen ein. Mit Fotos von ihrer Familie erhielten ließ sie uns an ihrem Leben teilhaben.

Am Folgetag ging ich mit ihr dann ihre Aufgaben durch. Zum einen schilderte ich die aktuelle Lebenssituation meiner Mutter und erklärte, worin sie Unterstützung brauchte. Ich ging auch auf persönliche Präferenzen ein, wie beispielsweise Essenszeiten oder Vorlieben beim Essen. Ein anderer wichtiger Punkt war natürlich der Medikamentenplan. Zwar nimmt meine Mutter ihre Medizin selbständig ein, doch ist es immer besser, wenn jemand einen daran erinnert.

Auch ohne Polnisch-Kenntnisse war es für mich kein Problem, unserer Pflegekraft die entsprechenden Informationen zu vermitteln. Mit Google Translate kann man wunderbar komplette Sätze übersetzen. Und natürlich verfügte die Frau über einen guten Grundstock an wichtigen Wörtern.

Mittlerweile sind mehrere Monate vergangen, seit wir die Dame im Haus haben, und meine Mutter ist sehr glücklich über ihre Situation. Sie lebt nicht mehr wie früher alleine im Haus, und hat stattdessen eine nette Gesellschaft, mit der sie auch mal Rummy spielen kann. Ihr Leben ist zudem weniger beschwerlich, weil sie die Hilfskraft bei allen Dingen unterstützt.

Im Rückblick kann ich nur sagen, dass ich sehr froh darüber bin, wie alles gelaufen ist.

Als Angehöriger bin ich entlastet und laufe nicht ständig mit der Sorge rum, dass meiner Mutter etwas zustößt. Und meine Mutter blüht unter den neuen Lebensumständen sichtlich auf. Natürlich hatten wir auch Glück, denn dass die Pflegekraft so gut zu unserer Familie passt ist keine Selbstverständlichkeit. Wir haben uns aber auch bemüht, der Polin ein angenehmes Umfeld zu schaffen, und dadurch ist sie auch eher motiviert, gute Arbeit zu leisten.

Auch vom Unternehmen Seniocare bin ich positiv angetan. Zwar kenne ich außer unserer städtischen Hauspflege keine anderen Pflegedienste, aber die Professionalität von Seniocare und die freundliche Unterstützung bei der Organisation einer Pflegekraft, haben einen guten Eindruck hinterlassen.

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