Der große Rollator-Kaufratgeber

Rollator kaufenEin Rollator gibt älteren Menschen ein Stück ihrer Freiheit zurück.

Schließlich ist es eine starke Einschränkung, wenn man plötzlich nicht mehr selbständig einkaufen oder spazieren gehen kann.

So war es auch bei meiner Mutter, die aufgrund ihrer Parkinson-Krankheit stark körperlich eingeschränkt war. Dank eines Rollators kann sie wieder viele Dinge selbst erledigen. Meine Erkenntnis daraus: lieber früher einen Rollator kaufen.

Der richtige Zeitpunkt für den Kauf

Man muss sich nicht alt und gebrechlich fühlen, nur weil man so ein Teil benutzt. Warum nicht einfach den Rollator als sportliche, und erleichternde Maßnahme sehen, die einem die gewünschte Freiheit und Sicherheit gibt?

Damit man nicht die Katze im Sack kauft habe ich im Folgenden einige Tipps zusammengetragen. Sie entstammen aus den Erfahrungen mit dem Rollator-Kauf für meine Mutter sowie einer intensiven Recherche im Internet und Gesprächen mit älteren Menschen.

Kassenmodell oder selbst auswählen

Ob man bereit ist für einen guten Rollator etwas mehr Geld auszugeben oder nicht, ist eine der ersten Fragen, wenn es um den Kauf geht. Die Krankenkassen bezahlen natürlich nicht jedes Modell, sondern schlagen einem je nach körperlicher Verfassung und Pflegegrad ein Standard-Modell vor.

Zwar sind das durchaus robuste Rollatoren, doch haben sie meist einige Nachteile: Vielfach sind sie etwas schwerer und lassen sich dadurch für ältere Menschen mit wenig Kraft nicht so leicht manövrieren. Zum anderen muss man auf praktische Extras verzichten wie bspw. Gehstockhalter oder ähnliches.

Die Sache ist die: Mit fortschreitendem Alter steigen auch die Anforderungen an den Rollator. Darum ist es durchaus sinnvoll, von Beginn an ein ordentliches Modell mit wenig Gewicht und guten Fahreigenschaften zu kaufen, auch wenn man draufzahlen muss.

Eventuell kann man mit der Krankenkasse auch einen besseren (und passenderen) Rollator aushandeln. Von dieser Möglichkeit würde ich auf jeden Fall Gebrauch machen. Wenn die Person aus medizinischen oder anderen offensichtlichen Gründen einen bestimmten Rollator-Typ braucht, wird die Kasse unter Umständen einlenken.

Fünf wichtige Auswahlkriterien

Die Rollator-Hersteller werben gerne mit neuen Produkteigenschaften und Extras, um ihre teureren Produkte „an den Mann zu bringen“. Das verwirrt einerseits und lenkt ab von den Dingen, auf die es eigentlich ankommt.

Welche sind das?

Ein guter Rollator muss sich an die Körpergröße anpassen lassen. Außerdem sollte er leicht sein und natürlich gute Fahreigenschaften bieten. Damit er zuhause und unterwegs nicht so viel Platz beansprucht, muss man ihn zudem leicht zusammenfalten können.

Legt man sein Augenmerk auf diese Kriterien, hat man schon fast alles richtig gemacht und die Gefahr eines Fehlkaufs ist gering. Hier noch einige weitere Hinweise zu den genannten Punkten:

Höhenverstellbarkeit

Höheneinstellung beim Troja Rollator
Einrastende Griffleiste beim Topro Rollator

Es ist logisch, dass nur ein von der Höhe passender Rollator auch die gewünschte Fahrsicherheit und Stabilität bietet. Darum ist es ganz wichtig, dass er sich in der Höhe einstellen lässt. Gott sei Dank sind aber die meisten Modelle höhenverstellbar, und solange sich die Körpergröße im Normalbereich bewegt, muss man auf nichts besonderes achten.

Empfehlenswert sind Rollatoren, bei denen die Griffe auf der jeweiligen Höhe fest einrasten und nicht nur per Hebel festgeklemmt werden.

Gewicht

Mehr als 8 kg sollte ein Rollator nicht wiegen. Jedes weitere Kilo erschwert den Weg aus oder zurück in die Wohnung, den Auf- und Abstieg vom Bürgersteig und natürlich auch das Zusammenfalten. Maßgeblich für das Gewicht und das verwendete Material, und wer ein Modell mit Alu-Rahmen kauft ist wesentlich besser bedient als mit einem Rollator aus Stahl.

Fahreigenschaften

Wie man sich vorstellen kann ist das Fahrgefühl eine ziemlich individuelle Sache. Darum empfiehlt es sich, ein paar Runden mit dem Rollator zu gehen, bevor man sich endgültig entscheidet.

Dabei sollten folgende Aktionen getestet werden:

  • normales Gehen auf betoniertem Weg
  • Rollator hoch kippen (vom Bürgersteig auf die Straße)
  • Rollator runter kippen (von der Straße auf den Bürgersteig)
  • Zusammenklappen
  • Sitzen auf dem Rollator
  • ggf. Gehen auf Schotterweg

Nun stelle ich auf forsenio.de aber gezielt Rollatoren vor, die man im Internet günstiger bekommt. Wie kann man sich von diesen einen Eindruck verschaffen?

Einerseits sind die Kundenrezensionen recht aussagekräftig und die bisherigen Käufer berichten „frei Schnauze“, was ihnen am jeweiligen Modell gefällt oder nicht gefällt. Zum anderen würde ich einen Rollator nur von einem der erfahrenen Hersteller kaufen (mehr zu Herstellern findest Du weiter unten). Hierbei handelt es sich um intensiv getestete Produkte mit sehr guten Fahreigenschaften.

Sobald der Rollator geliefert wurde, sollte man ihn erstmal gründlich ausprobieren. Hat man das Gefühl er passt einfach nicht, kann man ihn schließlich wieder zurückschicken. Bei Amazon geht das kostenfrei inklusive Abholung. Man muss also nicht einmal die Ware zur Post bringen.

Entscheidend für das Fahrgefühl ist auch die Qualität der Räder. Weiche Gummi-Räder fangen die Erschütterungen beim Gehen besser auf und entlasten die Arme.

Zusammenfalten

Ein Rollator wird die meiste Zeit nicht verwendet und muss dann klug aufbewahrt werden. Umso besser ist es, wenn man ihn leicht zusammenklappen kann und er wenig Platz beansprucht. Nicht nur zuhause ist das ein Vorteil, sondern auch unterwegs wie beispielsweise im Café oder Theater.

Das Zusammenfalten ist für ältere Leute recht mühsam. Um es ihnen leichter zu machen sollte der Rollator daher möglichst leicht sein, und der Klapp-Mechanismus muss zuverlässig funktionieren.

Empfehlenswerte Rollator-Hersteller

Als Orientierungshilfe seien an dieser Stelle einige bekannte und erfahrene Hersteller von Rollatoren genannt. Es ist keine vollständige Aufstellung, sondern es sind sichere Adressen, bei denen man in jedem Fall einen Top-Rollator bekommt.

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